Der anerkannte Steiff-Experte aus Rheine


Dass auch Teddybären etwas mit Drachen zu tun haben, das dokumentierte eindrucksvoll Daniel Hentschel im Jahr 2008 auf dem 14. Drachenfest Iba. Die Verbindung entsteht durch einen Neffen der Firmengründerin Margarete Steiff. Richard Steiff entwickelte ab 1902 den beweglichen Teddybär und ab 1908 den Rololoplan-Drachen. Dieser zusammenlegbare, schwanzlose Stoffdrachen wurde ab 1909 von der Giengener Firma Steiff in Serie gefertigt.

Hentschel ist heute ein anerkannter Steiff-Experte. Sein Vater sammelte Briefmarken, die Mutter Puppen. Er begann Anfang der 1980er Jahre Teddys zu sammeln. Die mit dem Knopf im Ohr. Später sammelte er zusätzlich Steiff-Holzspielzeuge: "Da wusste ich noch gar nicht, dass es eine solche Drachenszene gibt.“ Auf einem Trödelmarkt in der Dortmunder Westfalenhalle stieß er Mitte der 1990er Jahre auf seinen ersten Roloplan. Heute hat Hentschel die weltweit bedeutendste Sammlung an Steiff-Flugspielzeugen zusammengetragen: mehr als 50 verschiedenen historische Exponate und Zubehör. Raritäten wie originale Spezialkataloge aus der Entstehungszeit der Roloplane gehören zu den besonders seltenen Stücken. Im Jahr 2008 hat er einen viel beachteten Fachartikel (Marktmagazin „Trödler“, Ausgabe Februar 2008) über Steiff-Flugspiele geschrieben.

Hier wurde zum ersten Mal überhaupt die genaue Datierung der Roloplane behandelt. Heute werden die von Daniel Hentschel recherchierten Informationen weltweit von Sammlern, Händlern und Auktionatoren abgerufen und genutzt.
 


Daniel Hentschel (Foto links, mit dem Teddy in der Hand) in 2008 auf dem 14. Ibaer Drachenfest. Der Roloplan120/2 und der Steiff-Teddy „Pantom“ sind Originale aus dem Jahre 1910. Auf dem rechten Foto sehen Sie das Steiff-Museum in Giengen an der Brenz. Direkt angrenzend steht auch das Stammwerk, wo von 1909 bis 1943 und von 1950 bis 1968 die Roloplane hergestellt wurden.
  


Der kleine Teddy (Foto, mitte) ist eine Neuheit aus dem Jahr 1909, also aus dem gleichen Jahr wie der Roloplan 180 (Foto, rechts), der nun der Älteste in der Sammlung Hentschel ist und gleichzeitig der Älteste in einer privaten Roloplan-Sammlung. Andere Größen an Teddybären gab es ja schon vorher, aber diese Verbindung mit dem kleinen Steiff-Teddy ist doch sehr passend. Beide Spielzeuge sind gemeinsam in einem Neuheiten-Katalog von 1909 finden.

Wie kann man einen Steiff-Roloplan zeitlich zuordnen?
Bedingt durch die eingeschränkten Produktionszeiten ist eine generelle Zuordnung sehr einfach: Roloplane aus der Zeit 1909 bis 1943 haben Vorkriegsknöpfe mit Druckschrift, Roloplane aus der Zeit 1950 bis 1968 haben Nachkriegsknöpfe mit Schreibschrift.


Teddybären – dieser Begriff ist für die meisten Menschen untrennbar mit einem Namen verbunden: Steiff. Das Giengener Traditionsunternehmen fertigt seit über 100 Jahren Teddys und Stofftiere aller Art. Die meisten sind mit der Zeit zu gesuchten Raritäten geworden und bei Sammlern dementsprechend begehrt. Nicht selten erzielen diese Plüschgesellen bei Auktionen Höchstpreise. Das TEDDYS kreativ-Handbuch Steiff-Bären unter der Lupe stellt nun einige ganz besondere Petze mit dem markanten Knopf im Ohr ausführlich vor.

Taschenbuch: 66 Seiten (5. April 2012)
Verlag: Wellhausen & Marquardt Mediengesellschaft bR
Sprache: Deutsch

Preis:       8,50 €
ISBN-10: 3939806609
ISBN-13: 978-3939806608

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Weitere Informationen rund um das Thema Teddybären und Flugspielzeuge der Firma Steiff finden Sie auf der Homepage von Daniel Hentschel unter: www.teddybaer-antik.de

Mit freundlicher Genehmigung von Daniel Hentschel - 03/2015